1. Pfosten sind in Zürich ein beliebtes Hindernis gegen unerwünschte rollende Eindringlinge, sozusagen eine Panzersperre light.
2. Im vorliegenden Fall sollen die Pfosten Westtangenten-Nostalgiker davon abhalten, aus der verkehrsberuhigten Sihlfeldstrasse über zwei Traminseln in die verkehrsberuhigte Weststrasse zu brettern.
3. Pfosten zeugen von einer paranoiden Angst, Autofahrer wollten sich durch überall einen Weg bahnen, wie Velofahrer und Fussgänger, auch off road.
4. Im vorliegenden Fall bilden die Pfosten in erster Linie ein Hindernis für jene Velofahrer, die von der Badenerstrasse links in die West- oder Bertastrasse abbiegen wollen (etwa auf dem Weg zum beliebten Idaplatz). Für sie hat das Tiefbauamt eine richtige, wenn auch kleine Schikane geschaffen. Zunächst gilt es, das kleine Stück abgeflachten Randsteins auszumachen, um ohne Sprung auf die verlängerte Traminsel zu gelangen. Danach gilt es den Lenker sofort nach rechts zu drehen, damit man nicht über die Insel hinaus in die Tramschiene gerät. Aber bitte nicht zu fest drehen: Sonst kollidiert man mit dem ersten der Pfosten. Ist dies geschafft, kann die zweite Traminsel (deren Randstein weiter stadtauswärts verflacht ist) und die andere Seite der Badenerstrasse in Angriff genommen werden.
Es lässt sich also festhalten: Pfosten können den Verkehr nicht nur aufhalten, sie können ihn auch zum Erlebnis machen.

Ein Kommentar
Wohl leicht verkehrt, nicht verpflanzt sonderen gepflanzt, aber vielleicht denoch günstiger als ein allenfalls verpflanztes Verkehrsschild oder vielleicht auch nicht, auf jeden Fall verkehrt.