Filippo pro Velo

Diese Plattform will das Tiefbauamt dieses Jahr über den bestehenden Veloparkplätzen beim Bahnhof Stadelhofen aufstellen. (Visualisierung TED)

Diese Plattform will das Tiefbauamt dieses Jahr über den bestehenden Veloparkplätzen beim Bahnhof Stadelhofen aufstellen. (Visualisierung TED)

Zur Abwechslung etwas Positives und erst noch aus einer unerwarteten Ecke. Stadtrat Filippo Leutenegger (FDP) kündigte heute morgen die diversen Bauprojekte seines Tiefbauamtes fürs neue Jahr an. Zunächst zahlreiche Strassenbaustellen, die zu gegebener Zeit die Gemüter der Anwohner und der im Stau stehenden erhitzen werden. Das Interessanteste war aber seine Gesamtsicht auf den Verkehr in der Stadt. «Man kann nicht einfach mehr Trams einsetzen, die würden sich ja gegenseitig im Wege stehen», sagte er etwa im Hinblick auf die zu erwartende Verkehrszunahme im Hochschulquartier, sollte dieses wie geplant ausgebaut werden. Das zu hören ist schon mal erfrischend, gilt doch bislang in dieser Stadt ein neues Tram als Lösung aller Verkehrsprobleme. Leutenegger aber denkt an Rolltreppen und Rollbänder, mit denen der Hauptbahnhof und die Hochschulen verbunden werden könnten. Und an Halterungen, mit welchen sich Velos auf diesen Bändern den Hang hinauf hieven liessen wie Skis. Leutenegger sorgt dafür, dass es am neu gestalteten Pfauen Velostreifen geben wird (welche seine grüne Amtsvorgängerin Ruth Genner vergessen hatte), er will ein Veloprovisorium am Bahnhof Stadelhofen, um dort die notorische Parkplatzknappheit zu lindern, bis das geplante Definitivum gebaut werden kann. «Das Velo entlastet den ÖV», sagte Leutenegger. Bravo. Der Freisinnige betrachtet das Velo völlig unromantisch als wichtiges innerstädtisches Verkehrsmittel, das Platz braucht, um seine Rolle erfüllen kann. Leutenegger will zwar die nicht die Welt, aber den Verkehr in der Stadt verbessern. Eine amtsinterne «Express-Velo-Gruppe» soll in den nächsten Jahren Quartier für Quartier Missstände für die Velos beheben und für eine «unkomplizierte, rasche und effektive Umsetzung von Kleinmassnahmen» sorgen. Laut dem neuen Stadtingenieur (und früheren SVP-Kantonsrat) Vilmar Krähenbühl sollen dabei auch die ärgerlichen Mischverkehrszonen kein Tabu sein.
Ob dies alles mehr ist als ein paar Ankündigungen? Wir werden sehen. An der Winzerstrasse in Höngg wird jetzt zugunsten eines Velostreifens sogar auf eine Reihe Bäume verzichtet. Das ist schon mal was. Eine kleine Sensation nämlich.

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Ein Kommentar

  1. Am Februar 23, 2016 um 1:20 p.m. Uhr veröffentlicht | Permalink

    Fahre regelmässig die Winzerstrasse hinauf und hinab, die gehört dringend mal saniert, es ist extrem holperig zu fahren und man wird regelmässig viel zu eng überholt. Einen Velostreifen hat es nach wie vor nicht. Es ist auch ständig eine Baustelle nach der anderen… ist da mal was finales geplant?
    Hab gestern mal ein Video von der Strecke gemacht.

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