Veloparkplatz-Abbau beim Letzigrund

Dort, wo früher Velos angebunden werden konnten, ist nun Platz, um an den Polizisten vorbeizugehen (vor dem Letzigrund, 30.10.2013).

Dort, wo früher Velos angebunden werden konnten, ist nun Platz, um den Polizisten auszuweichen (vor dem Letzigrund, 30.10.2013).

Das Velo ist auch für den Weg zum Match mein favorisiertes Verkehrsmittel. Kein Gedränge und keine grölenden Fan-Kumpane wie in Bus und Tram, keine Parkplatzprobleme vor dem Letzigrund. Zumindest war das bis vor kurzem so. Am vorletzten Sonntag stellte ich vor dem Spiel FCZ–Basel fest, dass die Hälfte der Veloplätze hinter der Osttribüne verschwunden war. Weil ich früh da war, der Himmel voller Wolken und der Tag bis anhin regnerisch, gab es noch freie Plätze in der Stangenkonstruktion. Man will sein Velo in dieser Umgebung festbinden; schliesslich weiss man ja nie, in welche Richtung die Emotionen losgehen könnten. Eine Idee, wieso die Vorrichtung halbiert wurde, bekam ich drei Tage später, vor dem Derby. Polizisten in Kampfmontur, Einsatzwagen und ein Wasserwerfer standen an der Kreuzung Bienen-/Herdernstrasse bereit, in unmittelbarer Nähe zu den Veloplätzen. «Aha, die Polizei braucht mehr Platz», dachte ich mir. HIer verläuft sozusagen die Demarkationslinie zwischen den Fanblöcken – bei Bedarf ziehen die Einsatzkräfte hier einen Kordon über die Strasse. Ja, erklärte das städtische Tiefbauamt auf Anfrage, man habe die Veloparkplätze auf Wunsch der Polizei weggeräumt. Nein, nicht weil der Platz für Einsätze gefehlt hätte, sagte die Polizei. Sondern weil die Überprüfung der Fluchtwege ergeben habe, dass die Velos Zuschauer, die in Panik aus dem Stadion drängten, aufhalten könnten. Welche Rolle dabei die unmittelbar dahinter liegenden Autoparkplätze spielten, müsse noch überprüft werden.
Die gute Nachricht für velofahrende Letzigrundbesucher: Die Einrichtung von temporären Veloplätzen etwas weiter weg vom Stadion wird geprüft – zumindest für Grossanlässe wie das Leichtathletikmeeting und Rock-Konzerte.

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Ein Kommentar

  1. susanne
    Am Dezember 30, 2013 um 3:53 p.m. Uhr veröffentlicht | Permalink

    Beim Letzipark haben sich die Veloparkplätze am Eingang Baslerstrasse in Nichts aufgelöst, bzw. in eine weisse abgeschlossene Box, kommentarlos, ohne Umparkierungsschilderung, einfach so. Ungeniert werden weiterhin 1500 Autoparkplätze in der Werbung angepriesen…
    So gesehen am letzten Wochenende.

    Dass passt durchaus auch zur Webseite, die Velos als Anreisemöglichkeit ignoriert
    http://letzipark.ch/letzipark/content-letzipark.aspx?main=232&navi=238

    Das implizierte Ziel haben sie erreicht: Wenn ich auf dem dem Velo als Transportmittel unerwünscht bin, lass ich mich dort auch nicht mehr dort blicken!
    Dabei vergessen sie, dass ich in meinem Anhänger problemlos den Wocheneinkauf verstauen kann und gewichtsmässig gleichviel Einkäufe transportieren kann wie ein Hummer, der mit 4 übergewichtigen Personen bestückt ist 😉

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